Weinglas mit Leuchtturm-Gravur vor dem Sonnenuntergang am Neusiedler See

Anlegestelle für
außergewöhnliche
Weine

Weinkultur in Reinkultur.

Heute vor allem für seine touristische Anziehungskraft bekannt, ist Podersdorf doch historisch tief im Weinbau verankert. Schon in Zeiten der römischen Besiedelung wurde am See Wein angebaut. Im Mittelalter belebten die Zisterzienser-Mönche im damals zum Königreich Ungarn gehörenden Podersdorf den Weinbau wieder. Selbst der Weinbau-Verein, aus dem die SeeWinzer entstanden sind, ist mehr als 100 Jahre alt. Und diese Tradition, die Verbindung aus Land und Handwerk, steckt noch heute unverkennbar in Podersdorf.

Ölgemälde der Pfarrkirche in Podersdorf am See aus dem Jahr 1847

Ölgemälde der Pfarrkirche in Podersdorf am See
aus dem Jahr 1847 von Theodor Festorazzo

Grundlage der Fruchtigkeit

Charakteristisch für die Lage am Ostufer des Neusiedler Sees sind leichte, warme und durchlässige Böden, eine Mischung aus Sand, Schotter und Lehm. In Seenähe sind sie auch oft kräftiger, mit höherem Schwarzerde-Anteil. Rund um Podersdorf wachsen die Reben traditionell auf flachem Gelände und mineralreichem Untergrund. Die Nähe zu den Salzlacken des Seewinkels verleiht manchen Weinen zusätzlich zu ihrem fruchtigen Grundcharakter mineralische, fast salzige Noten.

Rinder auf einer Weide am Ostufer des Neusiedler Sees
Kamera auf einem Stativ fotografiert den Sonnenuntergang über dem Neusiedler See

Sonnige Frische für die Trauben

Dreihundert Sonnentage im Jahr, die sanften Winde aus der pannonischen Tiefebene und das besondere Mikroklima am See. Mehr kann man sich für trinkfreudige, frische Rote wie Weiße nicht wünschen, die jung getrunken, aber auch gut gelagert werden können.

Unverzicht­barer Ausgleich

Er ist ständiger Begleiter für alle, die hier leben und arbeiten, aber er ist auch für die Komplexität des Weins aus Podersdorf essenziell. Tagsüber und im Sommer nimmt der Neusiedler See die Wärme des pannonischen Kontinentalklimas auf, um sie nachts wieder abzugeben. Besonders im Herbst sorgt er für den Abendnebel, den die Edelfäule unbedingt braucht. Nur so können die traditionellen Süßweine entstehen.
Abendstimmung am Ufer des Neusiedler Sees mit Wellen und Kieselsteinen